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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Schleswig-Holstein insgesamt bis 1867

Abt. 10: Königliche Statthalterschaft

Geschichte

Als Vertreter des dänischen Königs in den Herzogtümern Schleswig und Holstein war der Statthalter den Kopenhagener Zentralbehörden nachgeordnet und führte eine allgemeine Oberaufsicht über die gesamte Landesverwaltung in den königlichen Anteilen. Während des 16. und 17. Jahrhunderts, als überwiegend Grafen von Rantzau das Amt versahen, war der Statthalter für den König wegen seiner ausführlichen politischen Berichte ein wichtiger Beamter in den Herzogtümern. Mit der Herausbildung des dänischen Gesamtstaates verlor der Statthalter jedoch nach und nach seine Bedeutung und nahm den Charakter einer reinen Durchgangsbehörde an. Eine besondere Beziehung behielt er nur zu den Städten und Flecken, über deren Polizei und Gewerbewesen er die oberste Leitung hatte. Mit der Statthalterschaft war lange Zeit das Amt des Gouverneurs von Dithmarschen verbunden. Amtssitz, in älterer Zeit nicht fest bestimmt, wurde später Schloss Gottorf.

Bestandsgeschichte

Durch die enge Verzahnung des Statthalters mit der königlichen Zentralgewalt in Kopenhagen gelangte ein großer Teil der Aktenüberlieferung dorthin und ist heute im Landesarchiv Apenrade zu suchen. Im Landesarchiv Schleswig-Holstein befinden sich vor allem lokale Betreffe.

Summarische Angaben zum Inhalt

Fragmentarische Akten aus dem 16. und 17. Jahrhundert zur auswärtigen Politik Dänemarks und über das Verhältnis der dänischen Könige zu den Herzögen von Gottorf; Akten des 18. und 19. Jahrhunderts vor allem zur Verwaltung und Wirtschaft der Städte und Flecken sowie der Landschaft Süderdithmarschen; Umfangreichere Überlieferung über Schauspieler und Apotheken.

Umfang 11 lfm | Laufzeit 1539-1848