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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Herzogtum Holstein bis 1867

Abt. 103: Amt Steinburg

Geschichte

Das Amt Steinburg, das bei der Landesteilung von 1544 zum königlichen Anteil kam, bestand aus den beiden Marschdistrikten Krempermarsch und Wilstermarsch sowie aus dem Itzehoer Burgdistrikt, also dem landesherrlichen Teil der Stadt Itzehoe. Die Krempermarsch setzte sich aus den neun Kirchspielvogteien Neuenbrook, Kammerland, Elskop, Königsmoor, Krempdorf, Borsfleth, Süderau, Grevenkop und Hohenfelde zusammen; die Wilstermarsch umfasste die sechs Kirchspielvogteien Wilster auf der alten Seite, Wilster auf der neuen Seite, St. Margarethen, Brokdorf, Wewelsfleth und Beidenfleth. Sitz des Amtmanns war ursprünglich die landesherrliche Burg Steinburg gewesen, die dem Amt ihren Namen gegeben hatte. Nach der Zerstörung der Burg im Dreißigjährigen Krieg wurde der Verwaltungssitz nach Itzehoe verlegt. Neben dem Amtmann und dem Amtsverwalter gab es als weitere landesherrliche Beamte je einen Landschreiber in der Kremper- und Wilstermarsch und einen Kirchspielschreiber in St. Margarethen, die vornehmlich die Protokollführung besorgten. Der Landschreiber der Wilstermarsch war zugleich Vogt der zum Amt Bordesholm gehörigen Vogtei Sachsenbande. Als Unterhebungs- und Polizeibeamte fungierten vier Kirchspielvögte.

Bestandsgeschichte

Das Amtsarchiv ist in recht geschlossener Form überliefert. Bei den Visitatorialakten befindet sich auch Schriftgut des Münsterdorfischen Konsistoriums und der Propstei Münsterdorf.

Summarische Angaben zum Inhalt

Zu den Bestandsschwerpunkten siehe die Erläuterung der Bestandsgruppe "Herzogtum Holstein". - Protokollüberlieferung: Amtsrechnungen ab 1494 (mit einigen Lücken); Gerichtsprotokolle ab 1630; Schuld- und Pfandprotokolle und Kontraktenprotokolle ab 1630.

Umfang 120 lfm | Laufzeit 1494-1885

Hinweis auf andere Bestände

Drei Kopiare des Amtes Steinburg aus dem 17.-18. Jahrhundert befinden sich in Abt. 400.1 (siehe Bestandsgruppe "Sammlungen").