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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Herzogtum Holstein bis 1867

Abt. 109: Ämter Reinfeld, Rethwisch, Traventhal

Geschichte

Die drei Ämter Reinfeld, Rethwisch und Traventhal bildeten mit den Ämtern Plön und Ahrensbök den Herzoglich-Plönischen Anteil von Holstein. Das älteste der drei Ämter, das Amt Reinfeld, gehörte ursprünglich zu den Besitzungen des Klosters Reinfeld. Als das Kloster aufgehoben wurde, entstand aus seinen Besitzungen im Jahre 1582 das Amt Reinfeld, das seine Eigenständigkeit 1762 verlor, als der Amtmann der Ämter Rethwisch und Traventhal auch die Verwaltung des Amtes Reinfeld übernahm. Das Amt Rethwisch, ursprünglich ein adliges Gut der Familie Heest, wurde 1616 an Herzog Johann den Jüngeren verkauft und, vergrößert um die Reinfelder Amtsdörfer Benstaben, Meddewade und Klein Wesenberg, 1671 als Amt eingerichtet. Das Amt Traventhal entstand auf der Grundlage der aus dem Amt Segeberg ab 1675/81 abgetrennten Dörfer. Alle drei Ämter hatten je einen eigenen Amtsverwalter, der ab 1762 einem gemeinsamen Amtmann mit Amtssitz in Traventhal unterstand.

Bestandsgeschichte

Die Überlieferung der Ämter Reinfeld, Rethwisch und Traventhal gelangte in den Jahren 1873 bis 1896 in drei großen Aktenabgaben der Landratsämter Stormarn und Segeberg sowie der Kirchspielvogtei Reinfeld in das Staatsarchiv Schleswig. Hier wurden die Akten im Jahre 1898 in einer gemeinsamen Abteilung zusammengeführt.

Summarische Angaben zum Inhalt

Zu den Bestandsschwerpunkten siehe die Erläuterung der Bestandsgruppe "Herzogtum Holstein". - Protokollüberlieferung: Reinfelder Schuld- und Pfandprotokolle 1787-1886; Traventhaler Schuld- und Pfandprotokolle 1729-1883; Amtsrechnungen Reinfeld 1577-1578, 1640, 1663-1867; Amtsrechnungen Rethwisch 1737-1746, 1760-1867; Amtsrechnungen Traventhal 1681-1700, 1723, 1731-1758, ab 1760 alle 10 Jahre.

Umfang 41 lfm | Laufzeit 1523-1885

Hinweis auf andere Bestände

Zwei Amtsbücher des Klosters Reinfeld befinden sich in Abt. 400.1 (siehe Bestandsgruppe "Sammlungen").