Landesportal Schleswig-Holstein

Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Herzogtum Holstein bis 1867

Abt. 110: Amt Segeberg

Geschichte

Das ausgedehnte Amt Segeberg ist aus dem Segeberger Burgdistrikt entstanden, dem nach der Reformation die Besitzungen des Klosters Segeberg zugelegt worden waren. Bei der Landesteilung von 1544 kam es zum königlichen Anteil. 1675/81 sind die Dörfer des späteren Amtes Traventhal vom Amt Segeberg abgetrennt worden. Das Amt setzte sich zusammen aus den Kirchspielvogteien Segeberg, Bornhöved und Leezen mit einem gemeinsamen Kirchspielvogt, der zugleich Hausvogt war, sowie den Kirchspielvogteien Bramstedt und Kaltenkirchen. Der Amtmann, der Amtsverwalter und der Aktuar hatten ihren Sitz in der Stadt Segeberg.

Bestandsgeschichte

Das Archiv des Amthauses, also das des Amtmanns, war noch 1863 im Amt selbst gründlich geordnet und verzeichnet worden. Die erhaltenen Akten der Hausvogtei, der Amtstube und der Kirchspielvogteien sind später nicht in dieses Archiv integriert, sondern jeweils getrennt verzeichnet worden. Der Bestand ist daher in einzelne Unterprovenienzen aufgegliedert: Abt. 110.1: Hausvogtei, Abt. 110.2: Amtstube, Abt. 110.3: Amthaus, Abt. 110.4: Kirchspielvogtei Kaltenkirchen, Abt. 110.5: Kirchspielvogtei Bramstedt, Abt. 110.6: Kirchspielvogtei Segeberg.

Summarische Angaben zum Inhalt

Zu den Bestandsschwerpunkten siehe die Erläuterung der Bestandsgruppe "Herzogtum Holstein". - Protokollüberlieferung: Gerichtsprotokolle ab 1744, Schuld- und Pfandprotokolle und Kontraktenprotokolle ab 1641, AR 1479, 1523, 1525, 1533, 1537-1543, 1560, 1569, 1590-1867.

Umfang 89 lfm | Laufzeit 1479-1885

Hinweis auf andere Bestände

Die Visitatorialüberlieferung wird zu einem erheblichen Teil im Propsteiarchiv Segeberg verwahrt.

Literatur

Unverhau, Dagmar: Zur Verwaltungsgeschichte und archivalischen Überlieferung des Kreises Segeberg und seiner Vorbehörden, Teil 1. In: Heimatkundliches Jahrbuch für den Kreis Segeberg 1974, 46ff.