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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Herzogtum Holstein bis 1867

Abt. 112: Herrschaft Pinneberg

Geschichte

Die Herrschaft Pinneberg bezeichnet den Landesteil, der 1640 bei der Teilung der Grafschaft Holstein-Schauenburg-Pinneberg (siehe Abt. 3) an den dänischen König fiel. Sie blieb aber vom übrigen königlichen Anteil am Herzogtum Holstein separiert, wurde in ihren Eigenheiten nicht angetastet und von den Zentralbehörden als ein für sich bestehender Landesteil verwaltet. Die Herrschaft setzte sich zusammen aus der Haus- und Waldvogtei, der Vogtei Ottensen, der Kirchspielvogtei oder Verwaltung Hatzburg und der Amtsvogtei Uetersen. Hinzu kam die Klostervogtei Uetersen, die zwar zum Grundbesitz des adligen Klosters Uetersen gehörte, aber unter Pinneberger Verwaltung stand und einen untrennbaren Teil der Herrschaft bildete. Altona erhielt 1664 Stadtrechte und schied damit aus der Herrschaft Pinneberg aus. Oberster Beamter der Herrschaft war der Landdrost, der ebenso wie der Amtsverwalter, der Aktuar und der Kirchspielvogt der Haus- und Waldvogtei seinen Sitz im Flecken Pinneberg hatte. Der Kirchspielvogt von Hatzburg wohnte in Blankenese, der Uetersener Amtsvogt, der zugleich Uetersener Klostervogt war, in Uetersen. Die Vogtei Ottensen wurde teils vom Altonaer Magistrat, teils von der Kirchspielvogtei Hatzburg mitverwaltet.

Bestandsgeschichte

Die Überlieferung aus dem 17. und 18. Jahrhundert ist recht umfangreich, die des 19. Jahrhunderts dagegen nur spärlich.

Summarische Angaben zum Inhalt

Zu den Bestandsschwerpunkten siehe die Erläuterung der Bestandsgruppe "Herzogtum Holstein"; hervorzuheben sind die Akten über auswärtige Beziehungen, besonders zu Hamburg. - Protokollüberlieferung: Gerichtsprotokolle ab 1630; Amtsbücher (Kontraktenprotokolle) ab 1582; Schuld- und Pfandprotokolle ab 1702; AR ab 1640.

Umfang 195 lfm | Laufzeit 1582-1887

Hinweis auf andere Bestände

Archivalien aus der Zeit vor 1640 befinden sich in Abt. 3 (siehe Bestandsgruppe "Schleswig-Holstein insgesamt"); Archivalien für die heute zu Hamburg gehörenden Gebietsteile liegen zum Teil im Staatsarchiv Hamburg.