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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Klöster und Güter

Abt. 115: Kloster Cismar

Geschichte

Das um 1177 in Lübeck gegründete Benediktinerkloster verlegte im Jahr 1245 seinen Sitz nach Cismar. Reicher Reliquienbesitz und die Entdeckung einer - bald geheiligten - Quelle machten Cismar zu einem bekannten Wallfahrtsort und sorgten für Wohlstand. Nach der Reformation fiel das Kloster 1544 an die Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf. 1560 wurde es endgültig aufgelöst, und die Klosterländereien wurden zu einem landesherrlichen Amt umgewandelt, das 1773 an den König von Dänemark fiel.

Bestandsgeschichte

Die im Landesarchiv verwahrte Überlieferung des Klosters besteht gänzlich aus Urkunden. Der Urkundenbestand wurde 1876 auf der Grundlage eines Archivalienaustauschvertrages zwischen Dänemark und Preußen vom königlichen Geheimarchiv in Kopenhagen an das Staatsarchiv Schleswig abgegeben.

Summarische Angaben zum Inhalt

Kauf von Ländereien und Renten; Besitz- und Privilegienbestätigungen; Ablassangelegenheiten; Schenkungen; Vikarienstiftung; Patronate und Inkorporationen; Bruderschaften (Gebetsverbrüderungen) mit den Klöstern Bordesholm und Segeberg sowie dem Franziskanerorden; Kirchenbau; Reparatur der Klostergebäude.

Umfang 106 Nrn. | Laufzeit 1240-1560

Hinweis auf andere Bestände

Weitere Cismarer Urkunden befinden sich in Abt. 7, die Bederegister in Abt. 1 (siehe Bestandsgruppe "Schleswig-Holstein insgesamt").