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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Klöster und Güter

Abt. 116: Augustiner-Chorherrenstift Bordesholm

Geschichte

Die Gründung erfolgte vermutlich im 13. Jahrhundert als Augustiner-Chorherrenstift in Neumünster. Um 1328 zogen die regulierten Augustiner auf eine Insel im See bei dem Dorf Eiderstede. Um ihr Kloster herum entwickelte sich anschließend die Siedlung Bordesholm. Nach Reformation und Landesteilung kam das Kloster mit all seinen Besitzungen im Jahr 1544 an Herzog Johann von Schleswig-Holstein, der es 1566 aufhob. Nach dem Tod des Herzogs 1580 fiel dessen Besitz 1581 an die Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf, die die Klostergüter - insbesondere die Klosterbibliothek - im 17. Jahrhundert zur Dotation der neu gegründeten Universität Kiel verwendeten.

Bestandsgeschichte

Die im Landesarchiv verwahrte Überlieferung des Klosters besteht gänzlich aus Urkunden. Der Urkundenbestand gelangte 1773 mit dem Archiv der Gottorfer Herzöge an den dänischen König und wurde 1876 auf der Grundlage eines Archivalienaustauschvertrages zwischen Dänemark und Preußen aus dem königlichen Geheimarchiv in Kopenhagen an das Staatsarchiv Schleswig abgegeben.

Summarische Angaben zum Inhalt

Schenkungen und Käufe; Privilegien; Jurisdiktion; Klosterverlegung nach Bordesholm; Grenzen; Vikarienstiftungen; Visitationen; Rechtsstreitigkeiten; Patronate und Inkorporationen; Professe.

Umfang 229 Nrn. | Laufzeit 1306-1569

Hinweis auf andere Bestände

Zahlreiche weitere Bordesholmer Urkunden befinden sich in Abt. 7, die Bederegister in Abt. 1 (siehe Bestandsgruppe "Schleswig-Holstein insgesamt").