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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Klöster und Güter

Abt. 120: Kloster Reinbek

Geschichte

Das Kloster wurde um 1226 in Hoibeke (heute Mühlenbek) an der Bille als Zisterzienserinnenkloster gegründet, unterstand jedoch dem Erzbischof von Hamburg-Bremen und nicht, wie es üblich gewesen wäre, dem Abt des Zisterzienserklosters Reinfeld. Schon bald nach der Gründung wurde das Kloster nach Köthen verlegt. 1250 fand es schließlich seinen endgültigen Sitz bei Hinschendorf, dem heutigen Reinbek. An der Grenze zwischen Holstein und Lauenburg gelegen, wurde das Kloster Reinbek von beiden Landesherren großzügig bedacht, geriet aber immer wieder in deren Auseinandersetzungen. Im Zuge der Reformation verließen die Nonnen das Kloster; 1528 wurde es aufgehoben und an den König von Dänemark als Landesherrn von Holstein verkauft. Die Klosterbesitzungen, die 1544 bei der Herrschaftsteilung an die Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf gelangten, wurden in das Amt Reinbek umgewandelt.

Bestandsgeschichte

Die Urkunden des Klosters fielen 1773 an die Könige von Dänemark und wurden 1876 auf der Grundlage eines Archivalienaustauschvertrages zwischen Dänemark und Preußen aus dem königlichen Geheimarchiv in Kopenhagen an das Staatsarchiv in Schleswig gegeben.

Summarische Angaben zum Inhalt

Urkunden (73 Nrn.): Besitzungen; Rentenschenkungen; Privilegien; Jurisdiktion; Vikarienstiftung; Reformation des Klosters; Verkauf der Klosterbesitzungen.

Umfang 73 Nrn. | Laufzeit 1241-1528

Hinweis auf andere Bestände

Weitere Urkunden des Klosters befinden sich in Urk.-Abt. 7 (siehe Bestandsgruppe "Schleswig-Holstein insgesamt"). Alte Urkundenverzeichnisse liegen in Abt. 400.1 (siehe Bestandsgruppe "Sammlungen").