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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Klöster und Güter

Abt. 121: Kloster Reinfeld

Geschichte

Das Kloster Reinfeld wurde 1186/89 von Graf Adolf III. von Holstein als Zisterzienserkloster gegründet und mit umfangreichen Besitzungen und Privilegien ausgestattet. Es stieg in der Folgezeit zum reichsten und mächtigsten Kloster in Holstein auf und konnte sich diesbezüglich mit dem Domkapitel von Lübeck messen. Bis 1517 war es den Bischöfen von Lübeck unterstellt, ab 1517 dem Bischof von Schleswig. 1582 wurde das Kloster aufgelöst und kam in den Besitz des Königs von Dänemark, der es Herzog Johann dem Jüngeren von Schleswig-Holstein-Sonderburg (Haderslebener Anteil) übereignete. Die Klosterbesitzungen wurden in ein landesherrliches Amt umgewandelt.

Bestandsgeschichte

Die Urkunden des Klosters fielen nach dem Aussterben der Herzogslinie von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön 1761 dem dänischen Gesamtstaat zu. Die Urkunden von Nr. 1 bis 48 wurden 1876 im Rahmen eines Archivalienaustauschvertrages zwischen Dänemark und Preußen aus dem königlichen Geheimarchiv in Kopenhagen an das Staatsarchiv in Schleswig gegeben. Die übrigen Urkunden stammen aus der Abgabe des Reichsarchivs Kopenhagen im Jahr 1936.

Summarische Angaben zum Inhalt

Urkunden (177 Nrn.): Besitzungen; Rentenschenkungen; Privilegien; Jurisdiktion; Grenzen; Sülzgüter in Lüneburg; Vikarienbesetzungen in Lüneburg; Klosterauflösung.

Umfang 177 Nrn. | Laufzeit 1237-1582

Hinweis auf andere Bestände

Weitere Urkunden des Klosters befinden sich in Urk.-Abt. 7 (siehe Bestandsgruppe "Schleswig-Holstein insgesamt"). Zwei Amtsbücher des Klosters sowie Urkundenabschriften liegen in Abt. 400.1 (siehe Bestandsgruppe "Sammlungen"). Urkunden über Klosterbesitz außerhalb Holsteins sowie Urkundenverzeichnisse sind im Reichsarchiv Kopenhagen zu suchen. Die Akten (ab dem 16. Jh.) des Klosterarchivs gingen teilweise im Archiv des Amtes Reinfeld auf, das sich heute im Landesarchiv Schleswig-Holstein befindet (Abt. 109; siehe Bestandsgruppe "Herzogtum Holstein"), teilweise fielen sie auch nach dem Aussterben der Herzogslinie von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön 1761 an den dänischen Gesamtstaat und wurden an die Deutsche Kanzlei zu Kopenhagen gegeben. Dieser Bestand liegt heute ebenfalls im Landesarchiv Schleswig-Holstein (Abt. 65; siehe Bestandsgruppe "Schleswig-Holstein insgesamt").