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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Klöster und Güter

Abt. 122: Kloster Uetersen

Geschichte

Das Kloster Uetersen wurde um 1234/35 durch Heinrich II. von Barmstede, einen Ratgeber des Grafen Adolf IV. von Holstein, als Frauenkloster gegründet. Es wurde vermutlich vom Zisterzienserinnenkloster Reinbek aus besiedelt und war dem Erzbischof von Bremen unterstellt. In der Folgezeit geriet es unter den Einfluss der Schauenburger Grafen. Ende des 15. Jahrhunderts stritten sich die Schauenburger Grafen mit den Herzögen von Schleswig-Holstein-Gottorf und den Königen von Dänemark um die Hoheitsrechte über das Kloster. Erst 1578 wurde der Streit im Mönkloher Vertrag zu Ungunsten der Schauenburger entschieden. Bereits 1542 hatte der dänische König die Reformation im Kloster eingeleitet, die 1555 durch die Umwandlung in ein adliges Damenstift vollendet wurde. Das Damenstift besteht als Institution der Ritterschaft bis heute.

Bestandsgeschichte

Die Urkunden dieser Abteilung, großenteils Abschriften, wurden zumeist aus den schauenburgischen und gottorfischen Beständen entnommen (Abt. 3 und Abt. 7). Das eigentliche Archiv liegt im Kloster Uetersen.

Summarische Angaben zum Inhalt

Urkunden (44 Nrn.): Klostergründung; Besitz- und Rentensachen; Privilegien; Inkorporation der Kirche zu Elmshorn; Klosterzucht; Propstabdankung; Reformation; Mönkloher Vertrag.

Akten: Gerichtsprotokolle ab 1621; Schuld- und Pfandprotokolle und Kontrakte ab 1687; Wenige Akten des 18. und 19. Jh.

Umfang 15 lfm | Laufzeit 1237-1888

Findmittel

Der Registrant des Klosterarchivs ist im Landesarchiv verfilmt unter der Signatur Abt. 415 Nr. 550.

Hinweis auf andere Bestände

Pläne des Klosters befinden sich in Abt. 65.2 Nr. 3730 (siehe Bestandsgruppe "Schleswig-Holstein insgesamt") und in Abt. 402 A 59 Nr. 2 (siehe Bestandsgruppe "Karten, Bilder und Filme").