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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Klöster und Güter

Abt. 129: Holsteinische Kanzleigüter und Lübsche Güter

Geschichte

Die holsteinischen Kanzleigüter gehörten, anders als die adligen Güter, nicht zum von König und Herzog gemeinschaftlich verwalteten Anteil und unterstanden daher nicht dem Adligen Landgericht, sondern den Regierungskanzleien der Landesherren. Die Lübschen Güter lagen zwar in den Herzogtümern Holstein und Lauenburg, gehörten jedoch Bürgern der Freien Reichsstadt Lübeck. Daher unterstanden sie nicht dem jeweiligen Landesherrn, sondern dem Reichsgericht.

Bestandsgeschichte

Der Bestand ist nach Einzelprovenienzen geordnet.

zu den Unterabteilungen
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Abt. 129.6: Bekdorf, Kanzleigut

Das Kanzleigut Bekdorf war ursprünglich ein Dorf im Gut Bekmünde, von dem es 1639 getrennt und an den König verkauft wurde, der es 1669 als Gut weiterverkaufte.

Ein Schuld- und Pfandprotokoll und zwei Kontraktenprotokolle ab 1741.

0,5 lfm

1741-1885


Abt. 129.7: Dunkelsdorf, Lübsches Gut

Aus dem Besitz der Familie von Reventlow kam das Gut Dunkelsdorf in die Hände von Lübecker Patriziern. 1953 wurde es aufgesiedelt.

Schuld- und Pfandprotokoll ab 1765; Nebenbücher ab 1826; Gerichtsprotokoll ab 1822; Kauf- und Pachtsachen; Justizsachen.

2 lfm

1749-1937


Abt. 129.8: Eckhorst, Lübsches Gut

Das Gut Eckhorst teilte seine Geschichte und die entsprechenden Besitzerwechsel seit 1306 mit dem Gut Steinrade, ab 1697 über die Jahrhunderte hinweg mit dem Gut Mori.

Schuld- und Pfandprotokolle ab 1765; Nebenbücher ab 1799; Gerichtsprotokolle ab 1785; Kauf- und Pachtsachen; Justizsachen

4 lfm

1764-1891


Abt. 129.3: Groß Steinrade, Lübsches Gut

Nach häufigem Besitzerwechsel gehörte das Gut Steinrade 1732 der Familie von Rumohr, bis diese 1961 ausstarb und das Gut abgetragen wurde.

Urkunden (7 Nrn.): Verkauf und Übertragung des Gutes und Dorfes Groß Steinrade. Akten: Akten des Justiziariats; Schuld- und Pfandprotokolle und Nebenbücher ab 1795; Gerichtsprotokolle ab 1749; Gutsherrschaft; Gutsbeamte und Dienstleute; Verpachtung; Abgaben und Steuern; Armensachen; Versicherung; Bausachen; Forst- und Jagdsachen; Gewerbesachen; Grenz- und Wegesachen; Justizsachen; Kirchen- und Schulsachen; Polizeisachen; Rechnungen.

12 lfm

1306-1954


Abt. 129.1: Hanerau, Kanzleigut

Der Bezirk der mittelalterlichen Burg Hanerau wurde auf dem Wege über landesherrliches Amt und adliges Gut zum Kanzleigut. Der Aktenbestand gliedert sich in einen staatlichen und in einen privaten Teil. Letzterer, der Großteil des eigentlichen Hanerauer Gutsarchivs, wurde 1957 als Depositum dem Landesarchiv übergeben.

Urkunden (8 Nrn.): Besitzabrundungen; Verkauf des Gutes. Akten: Amtsrechnungen 1614-1664; Gerichtsprotokolle ab 1803; Schuld- und Pfandprotokolle ab 1728; Kontraktenprotokolle ab 1760.

27 lfm

1531-1930


Abt. 129.2: Kuhlen, Kanzleigut

Das Kanzleigut Kuhlen gründete sich aus einem Dorf, das eine Zeit lang im Besitz des Segeberger Klosters war. Der einige hundert Jahre später angelegte Hof durchlief eine wechselvolle Besitzerfolge. 1906 wurde das Gut vom Landesverein für Innere Mission in Schleswig-Holstein erworben.

Gerichtsprotokoll.

0,1 lfm

1816-1860


Abt. 129.9: Mori, Lübsches Gut

Mori war zuerst ein Meierhof des Gutes Stockelsdorf. Als Gut erlebte es eine Reihe von Besitzerwechseln und gelangte bei seiner Auflösung 1934 in das Eigentum des Landes Schleswig-Holstein.

Schuld- und Pfandprotokolle ab 1780; Nebenbücher ab 1800; Gerichtsprotokolle ab 1785; Kauf- und Pachtsachen; Justizsachen; Polizeisachen.

5 lfm

1764-1891


Abt. 129.10: Stockelsdorf, Lübsches Gut

Das Gut Stockelsdorf stand bis zu seiner Auflösung im Jahr 1925 in häufig wechselndem Besitz.

Schuld- und Pfandprotokolle ab 1772; Nebenbücher ab 1799; Gerichtsprotokolle ab 1753; Kauf- und Pachsachen; Justizsachen.

7 lfm

1704-1891


Abt. 129.5: Tangstedt, Kanzleigut

Das Kanzleigut Tangstedt ist aus einem Vorwerk des gottorfischen Gutes bzw. Amtes Tremsbüttel entstanden.

Gerichtsprotokolle 1776-1785 und ab 1851; Schuld- und Pfandprotokolle ab 1800; Kontraktenprotokolle ab 1808.

3 lfm

1776-1887


Abt. 129.4: Trenthorst mit Wulmenau, Lübsches Gut

Das Gut Wulmenau kam durch Heirat mit dem Gut Trenthorst zusammen. 1594 wurden beide Güter dem Schutz des Lübecker Rates unterstellt. Nach zahlreichen Besitzerwechseln war das Gut Trenthorst zeitweise Hauptquartier der Deutschen Friedensgesellschaft. 1936 wurde der große Landbesitz aufgeteilt und veräußert.

Schuld- und Pfandprotokoll und Nebenbücher ab 1801.

0,1 lfm

1609-1866