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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Herzogtum Lauenburg bis 1876

Abt. 215: Ministerium für Lauenburg

Geschichte

Nach dem Krieg gegen Dänemark 1864 übten Preußen und Österreich die Verwaltung über die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg anfänglich gemeinsam aus. Im August 1865 einigten sich beide Mächte in der Konvention von Gastein über eine administrative Aufteilung: Preußen übernahm das Herzogtum Schleswig, während sich Österreich Holstein vorbehielt, seine Ansprüche auf das Herzogtum Lauenburg aber an Preußen gegen eine Entschädigungszahlung abtrat. Mit dem Besitzergreifungspatent vom 13. September 1865 übernahm der preußische König Wilhelm I. als Herzog von Lauenburg die Herrschaft. Zur Verwaltung des Territoriums richtete man in Berlin ein eigenes Ministerium ein, dessen Leitung der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck übernahm. Die Ausübung der Geschäfte lag allerdings weitgehend in den Händen des Oberregierungsrats Hugo Freiherr von Landsberg. Nach der Eingliederung des Herzogtums Lauenburg in die preußische Provinz Schleswig-Holstein als „Kreis Herzogtum Lauenburg“ im Jahr 1876 wurde das Ministerium aufgehoben.

Bestandsgeschichte

Die Akten gelangten mit Abgaben der Regierung zu Schleswig ins Landesarchiv und bildeten ursprünglich den Bestand Abt. 210a. Infolge einer elektronischen Titelaufnahme im Jahr 2015 wurde der Bestand in Abt. 215 umbenannt.

Summarische Angaben zum Inhalt

Der Bestand umfasst nur wenige Aktensprengstücke zu Kommunal- und Medizinalangelegeneiten.

Umfang 0,1 lfm | Laufzeit 1864-1874 (1942)

Hinweis auf andere Bestände

Die Hauptüberlieferung des Ministeriums befindet sich im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin und bildet dort den Bestand I. HA Rep. 135.