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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Landesteil Lübeck bis 1937

Abt. 285: Großvogtei und Vikarien; Amt Großvogtei

Geschichte

Die Großvogtei umfasste die dem Lübecker Domkapitel unmittelbar unterstehenden 26 Dörfer und wurde jeweils von einem Domherrn als Großvogt, seit 1719 von einem förmlichen Großvogteigericht verwaltet; Hebungswesen und Rechnungsführung blieben jedoch in der Hand des Kapitels. Das Kollegium der Domvikare und die einzelnen Vikarien verwalteten ihre 16 Dörfer selbst. Nach der Säkularisation wurde 1804 der gesamte Besitz als Amt Goßvogtei zusammengefasst, 1843 ging das Amt Großvogtei im Amt Schwartau auf.

Bestandsgeschichte

Verwaltungsakten des Amtes Großvogtei sind nur in geringen Resten erhalten. Die Überlieferung besteht vorwiegend aus Justizsachen.

Summarische Angaben zum Inhalt

Großvogtei mit Protokoll ab 1560; Vogtei Hobbersdorf ab 1586; Kollegium der Domvikare ab (1389) 1515; Vikare und Kommendisten in St. Petri ab 1616; Kalendisten ab 1649; Marientiden im Dom ab 1498; Einzelne Vikarien ab 1584. - Amt Großvogtei: Rechtssachen der Großvogtei, der Vogtei Hobbersdorf, der Vikarien und des Amtes Großvogtei; Zivilprozess- und Nachlasssachen ab (1673-) 1728; Vormundschaftssachen ab 1787 (jeweils alphabetisch); Untersuchungssachen ab 1787 (chronologisch).

Umfang 20 lfm | Laufzeit (1389-) 1498-1843

Findmittel

Gedrucktes Findbuch: Veröffentlichungen des Schleswig-Holsteinischen Landesarchivs Nr. 1.

Hinweis auf andere Bestände

Schuld- und Pfandprotokolle ab 1799 befinden sich in Abt. 278. Fortgeführte Akten des Amtes Goßvogtei ebenda und in Abt. 355 Schwartau; Stellakten über einzelne Höfe liegen in Abt. 355 Ahrensbök, Eutin und Schwartau (siehe Bestandsgruppe "Justiz").