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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Preußische Verwaltung 1867 bis 1946

Abt. 306: Provinzial-Steuerdirektion/Oberzolldirektion

Geschichte

Die Provinzial-Steuerdirektion ist am 15. September 1867 nach Abschluss des Zolleinigungsvertrages vom 8. Juli 1867 errichtet worden und hat bis zur Gründung des Landesfinanzamtes Schleswig-Holstein in Kiel im Jahre 1919 bestanden. Ihre Zuständigkeit umfasste die Verwaltung der Zölle und indirekten Steuern; dazu unterstanden ihr die Hauptzoll- und Hauptsteuerämter sowie die Lehranstalt für Zoll- und Steuerbeamte. Geleitet wurde die Behörde von einem Provinzial-Steuerdirektor, der dem Oberpräsidenten unterstellt war. Von ihrem Gründungssitz in Glückstadt wurde die Steuerdirektion im August 1872 nach Altona verlegt. Mit Wirkung vom 1. April 1908 wurde sie umstrukturiert und firmierte seitdem unter der neuen Bezeichnung Oberzolldirektion.

Bestandsgeschichte

Teile der Akten, die bei der Provinzial-Steuerdirektion erwachsen sind, gelangten nach Einrichtung der Reichsfinanzverwaltung an das Reichsarchiv Potsdam. Sie wurden 1925 von dort an das damalige Staatsarchiv Kiel abgegeben und bilden jetzt zusammen mit den in der Provinz Schleswig-Holstein verbliebenen Akten den vorliegenden Bestand.

Summarische Angaben zum Inhalt

Zoll- und Handelspolitik; Zollgrenzen und Schmuggelei; Zollordnungen; Dienstgebäude; Brücken- und Chausseegelder; Warenverkehr auf Wasserstraßen, Eisenbahn und in Häfen; Statistiken; Einzelne Zollpositionen und Steuern; Tarifierung von Waren; Überwachung des Verkehrs mit Giften und Sprengstoffen; Viehseuchen.

Umfang 13 lfm | Laufzeit 1818-1921

Hinweis auf andere Bestände

Die Akten des 1919 als Nachfolgebehörde gegründeten Landesfinanzamts Kiel befinden sich in Abt. 510 (siehe Bestandsgruppe "Reichs- und Bundesbehörden").