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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Preußische Verwaltung 1867 bis 1946

Abt. 314: Oberversicherungsamt

Geschichte

Das Oberversicherungsamt in Schleswig wurde auf der Grundlage der Reichsversicherungsordnung vom 11. Juli 1911 eingerichtet, die die drei Zweige der Kranken-, Unfall- und Invalidenversicherung zusammenfasste. Es trat an die Stelle des Schiedsgerichtes für Arbeiterversicherung und nahm, angegliedert an das Regierungspräsidium, die Geschäfte der Reichsversicherung als höhere Spruch-, Beschluss- und Aufsichtsbehörde wahr. Das Oberversicherungsamt entschied in Spruch- und Beschlusskammern; seine Mitglieder wurden aus dem Personal des Regierungspräsidiums berufen. Das Oberversicherungsamt in Schleswig wurde zum Ende des Jahres 1953 aufgelöst. Seine Zuständigkeit übernahmen die nach dem Sozialgerichtsgesetz zum 1. Januar 1954 als eigenständiger Gerichtszweig aufgestellten Sozialgerichte.

Bestandsgeschichte

Der im Landesarchiv überlieferte Bestand des Oberversicherungsamtes wurde im Jahre 1996 vom Sozialgericht Schleswig abgegeben. Er enthält auch die beim Regierungspräsidenten angelegten Vorakten.

Summarische Angaben zum Inhalt

Gesetzliche Grundlagen des Kranken-, Alters- und Unfallversicherungswesens; Personalangelegenheiten; Beschwerdeverfahren der Spruchkammern; Aufsicht über Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungskassen.

Umfang 15 lfm | Laufzeit 1869-1949

Findmittel

Gedrucktes Findbuch: Veröffentlichungen des Schleswig-Holsteinischen Landesarchivs Nr. 85.

Hinweis auf andere Bestände

Die Akten der Sozialgerichte befinden sich in Abt. 794 (siehe Bestandsgruppe "Justiz").