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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Preußische Verwaltung 1867 bis 1946

Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse

Geschichte

Mit dem Übergang Schleswig-Holsteins an den Staat Preußen im Jahre 1867 traten grundlegende Änderungen in der Verwaltungsstruktur ein. Hierzu gehörte auch die Einrichtung von Landkreisen, die im weiteren Sinne als die Nachfolger der bis dahin als untere Verwaltungsebene fungierenden schleswig-holsteinischen Ämter und Landschaften angesehen werden können. Die preußischen Landkreise waren stets gleichzeitig untere staatliche Verwaltungsinstanz, vertreten durch den Landrat, und Einrichtungen der kommunalen Selbstverwaltung, vertreten durch den jeweiligen Kreisausschuss. Beide Seiten waren eng miteinander verbunden, was sich auch in einer mitunter starken Verzahnung der jeweiligen Registraturen spiegelte. Je nach der überlieferten Registraturführung sind daher die Bestände von Landrat und Kreissausschüssen archivisch getrennt oder auch als Einheit belassen worden. Zu suchen sind sie aber stets, von begründeten und erläuterten Ausnahmen abgesehen, in der jeweiligen Abteilung 320. Für die ab 1946 beginnende nachpreußische Zeit, in der insbesondere durch eine neue Kreisordnung von 1950 der kommunale Anteil der Kreisverwaltungen den überwiegenden Schwerpunkt bildet, sind die Akten der Kreise nicht mehr im Landesarchiv Schleswig-Holstein zu suchen, sondern in den nun zuständigen Kreisarchiven. Die Archive der Landratsämter und Kreisausschüsse sind im Wesentlichen nach einem einheitlichen Schema geordnet. Dieses ergab sich aus den Zuständigkeiten der Kreisverwaltung. Man findet daher in den Findbüchern der einzelnen Landkreise - oft sowohl für die landrätlichen Akten als auch für die des Kreisausschusses - in der Regel die folgenden Rubriken, die in den Beschreibungen der einzelnen Unterabteilungen nicht eigens wiederholt werden: Allgemeine Verwaltung; Steuern; Staatsangehörigkeits- und Ausländerangelegenheiten; Polizeisachen; Bauwesen; Medizinal- und Fürsorgewesen; Handel und Gewerbe; Banken und Versicherungen; Land- und Forstwirtschaft; Landeskultur und Wasserwirtschaft; Wege und Verkehrswesen; Kirchen- und Schulsachen; Militärsachen; Angelegenheiten der Städte, Landgemeinden und Gutsbezirke.

Bestandsgeschichte

Die Überlieferung der einzelnen Landkreise ist nach Einzelprovenienzen geordnet.

zu den Unterabteilungen
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Abt. 320.1: Apenrade

Der Kreis Apenrade bestand nur in der Zeit von 1867 bis 1920. Mit der Volksabstimmung von 1920 wurde das gesamte Kreisgebiet an Dänemark abgetreten.

Die Hauptüberlieferungsmasse des preußischen Landkreises Apenrade befindet sich im dänischen Landsarkiv for Sønderjylland in Apenrade.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferungen siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte). - Der im Landesarchiv Schleswig-Holstein verwahrte Bestand des Kreises Apenrade besteht vorwiegend aus Staatsangehörigkeitssachen sowie politischen und Vereinsangelegenheiten.

3 lfm

1866-1918


Abt. 320.2: Bordesholm

Der Kreis Bordesholm hieß bis zu seiner Umbenennung 1907 Kreis Kiel. Bereits 1932 wurde er aufgelöst. Das Kreisgebiet fiel an die Kreise Rendsburg, Plön und Segeberg.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferungen siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte). - Aufgrund der frühen Auflösung des Kreises sind viele bei den Nachfolgekreisen weitergeführte Akten in die dortigen Bestände eingeflossen.

50 lfm

1830-1932

Gedrucktes Findbuch: Veröffentlichungen des Schleswig-Holsteinischen Landesarchivs Nr. 34.


Abt. 320.3: Eckernförde

Im Jahr 1878 kam es zu einer kleineren Gebietsveränderung, als die Hohner Harde an den Kreis Rendsburg abgegeben wurde. 1970 erfolgte im Zuge der allgemeinen Kreisreform die Zusammenlegung mit dem Kreis Rendsburg zum Kreis Rendsburg-Eckernförde.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferungen siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte).

126 lfm

1869-1968

Gedrucktes Findbuch: Veröffentlichungen des Schleswig-Holsteinischen Landesarchivs Nr. 44.


Abt. 320.4: Eiderstedt

Durch Verordnung über die Neugliederung von Landkreisen vom 1. August 1932 wurden die bis dahin bestehenden Kreise Husum und Eiderstedt zu einem neuen Kreis Husum zusammengeschlossen. Dieser Schritt wurde zum 1. Oktober 1933 durch das Gesetz über die Wiederherstellung aufgelöster Landkreise vom 17. Juli 1933 wieder rückgängig gemacht. Mit der Kreisreform von 1970 kam es zur Bildung des Kreises Nordfriesland, bestehend aus den ehemaligen Kreisen Eiderstedt und Husum zusammen mit Gemeinden der Kreise Südtondern und Schleswig.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferungen siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte).

65 lfm

1661-1959

Gedrucktes Findbuch: Veröffentlichungen des schleswig-holsteinischen Landesarchivs Nr. 62.


Abt. 320.5: Eutin

Als der oldenburgische Landesteil Lübeck, das ehemalige Bistum Lübeck, im Jahr 1937 durch das Groß-Hamburg-Gesetz aufgelöst wurde, entstand daraus der Kreis Eutin als Teil der preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Die Kreisverwaltung befand sich in Eutin. Im Zuge der Kreisreform von 1970 wurden die Kreise Eutin und Oldenburg zu einem neuen Kreis Ostholstein zusammengelegt. Der Sitz der Kreisverwaltung blieb Eutin.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferungen siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte). - Einen Überlieferungsschwerpunkt bilden die Übergangsjahre nach dem Zweiten Weltkrieg.

13 lfm

1924-1972

Für die Zeit vor 1937 ist insbesondere der Bestand Abt. 260 (Regierung des Bistums/Fürstentums/Landesteils Lübeck zu Eutin) heranzuziehen (siehe Bestandsgruppe "Landesteil Lübeck bis 1937").


Abt. 320.6: Flensburg-Land

Der Landkreis Flensburg-Land wurde 1867 aus dem ehemaligen Amt Flensburg mit seinen Gütern, der Stadt Flensburg, dem Flecken Glücksburg, dem geschlossenen 1. Angler Güterdistrikt sowie den enklavierten zum St. Johanniskloster gehörenden Landstellen gegründet. Durch die Kreisordnung vom 26. Mai 1888 schied die Stadt Flensburg aus dem Landkreis aus und wurde dadurch kreisfrei. 1910 verlor der Kreis vier im Kirchspiel Adelby gelegene Gemeinden an die Stadt Flensburg. Durch die Volksabstimmung im Jahr 1920 wurden die Landgemeinden Bau, Fröslee, Hoenschnap, Kollund, Krusau, Kragelund, Norderschmedeby und Weibek an Dänemark abgetreten. Im Jahr 1974 führte eine Gebietsreform zur Auflösung des Landkreises und zur Bildung des Kreises Schleswig-Flensburg.

Der Bestand gelangte im Wesentlichen zwischen 1920 und 1944 in das Staatsarchiv Kiel. Es gab durch kriegsbedingte Auslagerung nur unbedeutende Verluste. Im Jahr 1966 wurde der Bestand kontrolliert und neu geordnet. Durch eine Abgabe des Kreisarchivs Schleswig-Flensburg wurde der Bestand im Frühjahr 2007 erheblich vergrößert.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferungen siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte).

65 lfm

1867-1968


Abt. 320.7: Hadersleben

Der Kreis Hadersleben war der nördlichste Landkreis der preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Er bestand in der Zeit von 1867 bis 1920. Nach der Volksabstimmung von 1920 wurde das gesamte Kreisgebiet an Dänemark abgetreten.

Die Hauptmasse der Überlieferung des Kreises Hadersleben befindet sich im dänischen Landsarkiv for Sønderjylland in Apenrade.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferungen siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte). - Einen Überlieferungsschwerpunkt bilden Niederlassungs- und Staatsangehörigkeitssachen; besonders hinzuweisen ist auch auf Grenz- und Beamtenangelegenheiten.

5 lfm

1864-1919


Abt. 320.22: Helgoland

Die Insel Helgoland war durch den deutsch-britischen Kolonialvertrag vom 1. Juli 1890 in den Besitz des Deutschen Reiches gelangt und ein Jahr später als Landgemeinde dem Kreis Süderdithmarschen angegliedert worden. 1922 wurde die Gemeinde Helgoland unter dem Eindruck der schwierigen Wirtschaftslage nach dem Ersten Weltkrieg zu einem eigenständigen Inselkreis erhoben, den man jedoch schon zehn Jahre später im Zuge preußischer Sparverordnungen wieder auflöste. Seit dem 1. Oktober 1932 bildet die Insel eine Landgemeinde im Kreis Pinneberg.

Erhalten sind nur 113 Aktenbände, etwa die Hälfte davon Vorakten der Kreisverwaltung Süderdithmarschen. - Überlieferungsschwerpunkte: Rechtsverhältnisse der Insel; Steuern und Zölle; Polizei; öffentliche Ordnung und Sicherheit, Strandungen; Seebad; Schankkonzessionen.

2 lfm

1864-1932

Gedrucktes Findbuch: Veröffentlichungen des Schleswig-Holsteinischen Landesarchivs Nr. 70.

Helgoländer Akten nach 1932 befinden sich in den Akten des Kreises Pinneberg (Abt. 320.12).


Abt. 320.8: Herzogtum Lauenburg

Das Herzogtum Lauenburg war seit 1865 durch Personalunion mit Preußen verbunden. Erst 1876 wurde das Gebiet als preußischer Landkreis der Provinz Schleswig-Holstein angegliedert. Somit beginnt die Geschichte dieses Kreises nicht 1867, sondern erst neun Jahre später. Die Trennung zwischen staatlicher und Selbstverwaltung war im Kreis Herzogtum Lauenburg durch die historische Entwicklung besonders stark ausgeprägt und ließ sich auch an einer räumlichen Distanz ablesen. So residierte die landrätliche Verwaltung im Ratzeburger Stadtteil St. Georgsberg, während der für die Selbstverwaltung zuständige Kreisausschuss einer eigenen Tradition folgend im Ständehaus am Ratzeburger Marktplatz untergebracht war.

Der besonderen politischen Entwicklung des Kreises Herzogtum Lauenburg folgend, befinden sich heute nur die landrätlichen Akten im Landesarchiv Schleswig-Holstein. Die Kreisausschussakten liegen im Kreisarchiv in Ratzeburg.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferungen siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte).

38 lfm

1870-1946

Gedrucktes Findbuch: Veröffentlichungen des schleswig-holsteinischen Landesarchivs Nr. 61. - Das Findbuch wurde gemeinsam vom Landesarchiv Schleswig-Holstein und dem Kreisarchiv Ratzeburg erarbeitet und weist auch die in Ratzeburg überlieferten Kreisausschussakten nach.

Für die Zeit vor 1876 sind insbesondere die Bestände Abt. 210 (Lauenburgische Regierung zu Ratzeburg) sowie Abt. 231 bis 234 (Ämter und Landvogteien Lauenburg, Ratzeburg, Schwarzenbek, Steinhorst) heranzuziehen; siehe Bestandsgruppe "Herzogtum Lauenburg bis 1876".


Abt. 320.9: Husum

Durch die Verordnung über die Neugliederung von Landkreisen vom 1. August 1932 wurden die bis dahin bestehenden Kreise Husum und Eiderstedt zu einem neuen Kreis Husum zusammengeschlossen. Dieser Schritt wurde zum 1. Oktober 1933 durch das Gesetz über die Wiederherstellung aufgelöster Landkreise vom 17. Juli 1933 wieder rückgängig gemacht. Der Kreis Husum bestand bis zur Kreisreform des Jahres 1970 und ging dann im neuen Kreis Nordfriesland auf.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferungen siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte).

41 lfm

1844-1971

Gedrucktes Findbuch: Veröffentlichungen des schleswig-holsteinischen Landesarchivs Nr. 48.


Abt. 320.10: Norderdithmarschen

Der Kreis Norderdithmarschen ging nach 1864 aus der gleichnamigen Landschaft hervor und bestand bis zur Kreisreform des Jahres 1970, als er mit dem Kreis Süderdithmarschen zum neuen Kreis Dithmarschen zusammengelegt wurde. Sitz der Kreisverwaltung blieb Heide.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferungen siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte).

142 lfm

1804-1979


Abt. 320.11: Oldenburg

Der Kreis Oldenburg bestand bis zur Kreisreform des Jahres 1970, als er mit dem Kreis Eutin zum neuen Kreis Ostholstein zusammengelegt wurde.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferungen siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte). - Als Besonderheit sind Kreistags- und Kreisausschussprotokolle der Jahre 1964 bis 1970 zu nennen sowie Gildesachen, die bis 1973 reichen.

30 lfm

1827-1973

Gedrucktes Findbuch: Veröffentlichungen des schleswig-holsteinischen Landesarchivs Nr. 84.


Abt. 320.12: Pinneberg

Das Gebiet des Kreises Pinneberg wurde seit 1867 durch mehrere Umgemeindungen erheblich verkleinert: 1890 wurden die Gemeinden Bahrenfeld, Oevelgönne und Othmarschen in den Stadtkreis Altona eingegliedert, 1927 die Gemeinden Blankenese, Eidelstedt, Groß Flottbek, Klein Flottbek, Lurup, Nienstedten, Osdorf, Rissen, Stellingen-Langenfelde und Sülldorf. Schließlich wurde 1937 im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes die Großgemeinde Lokstedt mit Niendorf und Schnelsen an das Land Hamburg angegliedert. Als einzigen Gebietszuwachs erhielt der Kreis Pinneberg 1932 die Insel Helgoland. Sitz der Kreisverwaltung ist die Stadt Pinneberg.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferung siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte). - Die Gesamtüberlieferung ist recht dürftig. Die von 1867 bis 1965 erwachsenen Kommunalaufsichtsakten sind nicht im Original, sondern nur auf Mikrofilm erhalten. Einen der Überlieferungsschwerpunkte bilden die Akten über den Wiederaufbau Helgolands nach 1952.

52 lfm

1814-1970

Gedrucktes Findbuch: Veröffentlichungen des Schleswig-Holsteinischen Landesarchivs Nr. 81.

Pläne und Karten zum Wiederaufbau der Insel Helgoland nach 1952 befinden sich im Schleswig-Holsteinischen Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst, Schleswig.


Abt. 320.13: Plön

Der preußische Landkreis Plön wurde durch Verordnung vom 22. September 1867 gebildet. Er setzte sich zusammen aus dem Amt Plön mit Ausnahme der nach Bornhöved eingepfarrten Dörfer, aus den Städten Plön und Lütjenburg, dem Distrikt des Klosters Preetz mit dem Flecken Preetz (Stadtrecht 1870) ohne Gadeland und Tasdorf, den Gebieten der adligen Güter Ascheberg, Bockhorn, Bredeneek, Bundhorst, Depenau, Doberstorf, Freudenholm, Futterkamp, Hagen, Helmstorf, Hohenfelde, Klamp, Kühren, Lehmkuhlen, Nehmten, Neudorf, Neuhaus, Panker, Perdöl, Rantzau, Rastorf, Schönweide, Sophienhof, Wahlstorf, Waterneverstorf, Wittenberg, Wittmoldt und dem lübschen Stadtstiftsdorf Kaköhl. Das Kreisgebiet änderte sich im Laufe der Zeit mehrmals. Am 1. April 1901 wurde die Gemeinde Gaarden und am 1. April 1910 die Gemeinde Ellerbek aus dem Kreis Plön ausgegliedert und der Stadt Kiel zugelegt. Als am 1. Oktober 1932 der Kreis Bordesholm aufgelöst wurde, erhielt der Kreis Plön die Gemeinden Bönebüttel, Boksee, Bothkamp, Großharrie, Heikendorf, Kitzeberg, Kleinbarkau, Mönkeberg, Rendswühren, Schillsdorf, Schönkirchen und Tungendorf. Am 1. April 1938 wurden die Gemeinde Brachenfeld und Teile der Gemeinde Tungendorf der Stadt Neumünster angegliedert, am 1. April 1939 die Gemeinde Elmschenhagen nach Kiel eingemeindet. Danach blieb das Kreisgebiet - mit Ausnahme der Eingemeindung von Teilen der Gemeinde Oppendorf nach Kiel am 1. Juli 1963 - bis zur Gebietsreform von 1970 unverändert. Sitz der Kreisverwaltung war die Stadt Plön.

Die Akten gelangten in mehreren Ablieferungen zwischen 1926 und 1980 in das Landesarchiv. Der weitaus größte Teil der Akten wurde im Herbst 1980 übernommen. Die Aussonderungsarbeiten für diese letzte Abgabe wurden 1979 und 1980 vor Ort auf den Aktenböden und in den Aktenkellern des Kreishauses durchgeführt.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferungen siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte).

103 lfm

1550-1978


Abt. 320.14: Rendsburg

Im Jahr 1878 wurde der bestehende Kreis Rendsburg um die Hohner Harde erweitert, die vom Kreis Eckernförde abgetrennt worden war. 1932 kam der Westteil des aufgelösten Kreises Bordesholm hinzu. 1970 erfolgte im Zuge der allgemeinen Kreisreform die Zusammenlegung des Kreises Rendsburg mit dem Kreis Eckernförde zum Kreis Rendsburg-Eckernförde.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferungen siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte). - Besonders hinzuweisen ist auf eine umfangreiche Überlieferung im Bereich der Kleinbahnen.

143 lfm

1750-1950


Abt. 320.15: Schleswig

Zum Kreis Schleswig gehörten neben ehemaligen ländlichen Amtsbezirken auch die Städte Schleswig, Kappeln und Friedrichstadt sowie der Flecken Arnis. Bis 1974 konnte der Kreis Schleswig seinen Gebietsstand weitgehend bewahren, bis die Stadt Friedrichstadt 1970 bei der Bildung des Kreises Nordfriesland aus dem Kreisverband ausschied. 1974 wurde aus den Kreisen Schleswig und Flensburg-Land der Kreis Schleswig-Flensburg gebildet, einer der größten Flächenkreise in Deutschland.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferungen siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte).

58 lfm

1844-1953


Abt. 320.16: Segeberg

Im Jahr 1932 wurde der Kreis Segeberg um den südlichen Teil des aufgelösten Kreises Bordesholm erweitert. 1970 wurde die aus je zwei Gemeinden der Kreise Pinneberg und Stormarn neu gebildete Stadt Norderstedt dem Kreis Segeberg angegliedert. Sitz der Kreisverwaltung ist die Stadt Bad Segeberg.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferung siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte). - Als Besonderheit enthält der Bestand über das Grenzjahr 1950 hinaus die Akten über diejenigen Schulen, die 1968-1978 im Zuge der Bildung von Dörfergemeinschaftsschulen aufgehoben worden sind.

81 lfm

1754-1978

Gedrucktes Findbuch: Veröffentlichungen des Schleswig-Holsteinischen Landesarchivs Nr. 14.


Abt. 320.17: Sonderburg

Der Kreis Sonderburg bestand nur in der Zeit von 1867 bis 1920. Mit der Volksabstimmung von 1920 fiel das gesamte Kreisgebiet an Dänemark.

Die Hauptüberlieferungsmasse des preußischen Landkreises Sonderburg befindet sich im dänischen Landsarkiv for Sønderjylland in Apenrade.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferungen siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte). - Besonders hinzuweisen ist auf Staatsangehörigkeitssachen sowie politische und Vereinsangelegenheiten.

2 lfm

1866-1919


Abt. 320.18: Steinburg

Die Grenzen des Kreises Steinburg sind seit seiner Einrichtung 1867 über 100 Jahre unverändert geblieben. Bei der Gebietsreform von 1970 wurden die südwestlichen Gemeinden des aufgelösten Kreises Rendsburg dem Kreis Steinburg zugeschlagen. Sitz der Kreisverwaltung ist die Stadt Itzehoe.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferung siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte).

163 lfm

1804-1969

Gedrucktes Findbuch: Veröffentlichungen des Schleswig-Holsteinischen Landesarchivs Nr. 8.


Abt. 320.19: Stormarn

Erster Verwaltungssitz des Kreises Stormarn war bis 1873 das Schloss Reinbek. Danach wurde die Kreisverwaltung nach Wandsbek verlegt. Im Anschluss an die 1943 erfolgte Zerstörung des Verwaltungsgebäudes durch Bombenangriff kam es 1944 zur Verlegung der Kreisverwaltung nach Bad Oldesloe.

Durch den Bombenabgriff auf Wandsbek im Jahr 1943 sind die Akten der Kreisverwaltung fast vollständig vernichtet worden, und eine Überlieferung liegt - von kleinen Splittern abgesehen - nicht vor. Erhalten sind nur wenige Akten zur Demobilmachung und zur Zwangswirtschaft nach dem Ersten Weltkrieg.

6 lfm

1854-1920


Abt. 320.20: Süderdithmarschen

Der Kreis Süderdithmarschen ging nach 1867 aus der gleichnamigen Landschaft hervor und bestand bis zur Kreisreform des Jahres 1970, als er mit dem Kreis Norderdithmarschen zum neuen Kreis Dithmarschen zusammengelegt wurde. Kreisstadt war Meldorf, Sitz der Kreisverwaltung Dithmarschens wurde Heide.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferungen siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte).

102 lfm

1559-1970


Abt. 320.21: Südtondern

Der Kreis Südtondern ging nach der Volksabstimmung 1920 aus dem Kreis Tondern, dem ehemals größten Landkreis Schleswig-Holsteins, hervor. Die neue Grenzziehung zwischen dem Deutschen Reich und Dänemark durchschnitt das Kreisgebiet in zwei fast gleich große Teile. Der geografisch etwas größere nördliche Teil fiel an Dänemark, der südliche mit einem etwas größeren Bevölkerungsanteil verblieb als Kreis Südtondern bei Deutschland. Neuer Sitz der Kreisverwaltung wurde Niebüll. 1970 bildete der Kreis Südtondern zusammen mit den Kreisen Husum und Eiderstedt sowie einigen Gemeinden des Kreises Schleswig den Kreis Nordfriesland.

Durch die veränderte Grenzsituation 1920 wurde eine Bereinigung der Überliefe-rungslage notwendig. Vertraglich wurde 1922 geregelt, dass die den gesamten Kreis betreffenden Akten dort bleiben sollten, wo sie sich am 20.5.1920 befanden. Daher sind die meisten Generalakten aus der Zeit vor 1920 heute im dänischen Landsarkiv for Sønderjylland in Apenrade zu finden. Alle anderen Akten wurden nach topografischen Gesichtspunkten zwischen Deutschland und Dänemark aufgeteilt.

Summarische Angaben zum Inhalt der Kreisüberlieferungen siehe oben (Abt. 320: Landratsämter und Kreisausschüsse/Geschichte).

50 lfm

1843-1966

Gedrucktes Findbuch: Veröffentlichungen des schleswig-holsteinischen Landesarchivs Nr. 65. - Das Findbuch wurde gemeinsam vom Landesarchiv Schleswig-Holstein und dem Landsarkiv for Sønderjylland herausgegeben und weist auch die in Apenrade überlieferten Akten des Kreises Tondern nach.