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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Preußische Verwaltung 1867 bis 1946

Abt. 381: Schleswig-Holsteinische Ärztekammer

Geschichte

Durch Verordnung vom 25. Mai 1887 wurde jeder preußischen Provinz die Bildung einer Ärztekammer vorgeschrieben. Aufgabe der als Standesvertretung konzipierten Kammern sollte die Erörterung aller Angelegenheiten sein, die den ärztlichen Beruf oder das Interesse der öffentlichen Gesundheitspflege betrafen. Vertreter der Ärztekammer nahmen als Berater an den Sitzungen des Provinzial-Medizinal-Kollegiums teil. In Schleswig-Holstein fand die erste Wahl der zwölf Kammermitglieder am 25. November 1887 statt; auf der 1. Kammersitzung am 18. Januar 1888 in Kiel wurde der Altonaer Sanitätsrat Wallichs zum Vorsitzenden gewählt. Angesiedelt war die Ärztekammer beim Oberpräsidium in Kiel, das auch die staatliche Aufsicht über die Kammer ausübte. Durch die Reichsärzteordnung vom 13. Dezember 1933 wurden die Ärztekammern zum 1. April 1936 grundlegend umorganisiert und der Reichsärztekammer direkt unterstellt; Sitz der Kammer wurde der Wohnort des jeweiligen Vorsitzenden.

Bestandsgeschichte

Die Unterlagen der Ärztekammer wurden von deren Vorsitzendem, dem Kieler Sanitätsrat Dr. Lubinus, im Oktober 1934 an das Landesarchiv abgegeben.

Summarische Angaben zum Inhalt

Mitgliederlisten; Kammerwahlen; Sitzungsprotokolle; Tätigkeitsberichte; Journale; Korrespondenz mit Versicherungen und Krankenkassen; Steuererklärungen einzelner Ärzte; Standesangelegenheiten; Beihilfen für Kammerangehörige.

Umfang 3 lfm | Laufzeit 1887-1926

Hinweis auf andere Bestände

Aufsichtsakten befinden sich im Bestand des Oberpräsidiums und Provinzialrats der Provinz Schleswig-Holstein (Abt. 301). Kammerangelegenheiten sind auch in den Geschäftsakten des Provinzial-Medizinal-Kollegiums überliefert (Abt. 303).