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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Sammlungen

Abt. 400: Handschriften

Bestandsgeschichte

Die in dieser Abteilung verzeichneten Archivalien bilden keinen einheitlichen Bestand, sondern sind verschiedenster Art und Herkunft. Es handelt sich zumeist um Einzelstücke, die von mittelalterlichen Rechtshandschriften oder Stadtbüchern bis zu maschinenschriftlichen "Manuskripten" mit Lebenserinnerungen einzelner Personen aus dem späten 20. Jahrhundert reichen. Das Wort "Handschrift" ist in diesem Sinne also nicht wörtlich zu nehmen. Die Abteilung ist in Untergruppen gegliedert, die zum Teil regionalen Gesichtspunkten folgen, zum Teil aber auch gewachsene Bestände zusammenfassen, wie beispielsweise eine größere Abgabe der Universitätsbibliothek Kiel.

Abt. 400.1: Schleswig-holsteinische Handschriften

Diese Unterabteilung fasst als zentraler schleswig-holsteinischer Sammlungsbestand solche Handschriften zusammen, die nicht einer genauer definierten regionalen oder sachlichen Gruppe zuzuordnen sind und die vor allem als Einzelstücke ins Archiv kamen.

Kopial-, Amts- und Briefbücher von einzelnen Klöstern, Städten und Distrikten; Rechtshandschriften wie Landrechte und Stadtrechte; Chronikalische Aufzeichnungen von Städten; Statistische Beschreibungen und Übersichten der einzelnen Ämter, Landschaften, Güterdistrikte und Städte; Sammlung von Verordnungen und Akten zur Kirchen- und Schulgeschichte des Landes und der einzelnen Propsteien; Wissenschaftliche und heimatkundliche Sammlungen; Lebenserinnerungen und private Aufzeichnungen von Einzelpersonen.

27 lfm

(13.-) 14.-20. Jh.


Abt. 400.2: Lauenburgische Handschriften

Die Unterabteilung fasst die auf das Herzogtum Lauenburg bezogenen Handschriften zusammen.

Es handelt sich zum Teil um Sprengstücke aus der herzoglichen Registratur der Lauenburger aus dem 16. und 17. Jahrhundert, aber auch um Sammlungen zur lauenburgischen Geschichte, die von Privatpersonen im 18. und 19. Jahrhundert angelegt wurden, sowie um Archivalien, die als Einzelstücke in das Archiv gelangt sind.

Kopiare des 16. Jh. aus der landesherrlichen Kanzlei; Sammlungen lauenburgischer Verordnungen, angelegt im 18. und 19. Jh.; Exzerpte und Manuskripte zur lauenburgischen Geschichte.

8 lfm

1315-1860


Abt. 400.3: Handschriften von Städten und der Insel Fehmarn

Die Unterabteilung ist aus eher zufällig entstandenen Abgabeprovenienzen zusammengesetzt.

Kopialbücher, Stadtbücher oder Protokolle aus den Städten: Bad Bramstedt, Heiligenhafen, Krempe, Oldenburg und Rendsburg sowie von der Insel Fehmarn.

0,5 lfm

(1326-) 1377-1772


Abt. 400.4: Handschriften des Bistums/Fürstentums/Landesteils Lübeck

Diese Unterabteilung mit regionalem Bezug ist in ihrem Grundstock bereits aus dem Mittelalter als geschlossene Sammlung überkommen und später ergänzt worden.

Der Grundstock der Unterabteilung ist 1838 in Eutin von Wilhelm Leverkus aus den Archiven des Lübecker Domkapitels, des darin aufgegangenen älteren Bischofsarchivs sowie aus Archivalien des Vikarskollegiums und des Kollegiatstifts Eutin zusammengetragen worden. Im Jahr 1850 wurde der Bestand aus Eutin nach Oldenburg in das Haus- und Centralarchiv überführt. Nach dem Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 gingen die Handschriften zusammen mit den übrigen Archivalien des Bistums/Fürstentums/Landesteils Lübeck vom Landesarchiv Oldenburg auf das Preußische Staatsarchiv Kiel, das heutige Landesarchiv Schleswig-Holstein, über.

Kopialbücher, Protokolle, Inventare und Sammelhandschriften des Bischofs von Lübeck und des Lübecker Domkapitels; Kopiare und Rechnungsbücher des Kollegiatstifts Eutin; Sammelhandschriften, Inventare und Hausbeschreibungen der Stadt Eutin; Aufzeichnungen über das Amt Kaltenhof und die Stadt Lübeck.

9 lfm

13.-20. Jh.


Abt. 400.5: Von der Universitätsbibliothek Kiel übernommene Handschriften

Vor der Gründung des Staatsarchivs Schleswig 1870 ist vielfach Archivgut, das sicher bewahrt, im Lande erhalten und der Benutzung zugänglich gemacht werden sollte, in die Universitätsbibliothek Kiel gelangt. Soweit es sich dabei um eigentliche Archivalien handelt - Akten, Amtsbücher, Urkunden und Urkundenabschriften -, sind sie 1974 an das Landesarchiv abgegeben worden.

Die Gliederung ist nur locker systematisch. Angeschlossen ist eine Reihe 1975 von der Landesbibliothek Kiel übernommener Handschriften.

Repertorien; Privilegien; Landtagsakten; Ritterschaft; Gottorf; Kirchensachen; Universität; Hamburg; Einzelne Distrikte; Güter; Adel; Ritterschaft; Verordnungen, allgemein und für einzelne Distrikte; Landgericht; Responsen; Verordnungen in Kirchensachen; Urkunden; Lauenburg; Brandversicherungsregister der einzelnen Distrikte 1766-1821; Zeremonialbücher.

63 lfm

14.-19. Jh.

Gedrucktes Findbuch: Veröffentlichungen des Schleswig-Holsteinischen Landesarchivs Nr. 2.


Abt. 400.6: Abgelöste Pergamentblätter

Die Unterabteilung enthält Pergamentblätter, die als Umschläge und zum Einband von Akten oder Protokollen verwendet und, namentlich bei Restaurierungsarbeiten, abgelöst worden sind. Sie sind nur in kurzen Stichworten beschrieben.

Fragmente und Einzelblätter aus bzw. von folgenden Stücken: Schuldbriefe; Rechnungen; Medizinische und theologische Schriften; Corpus Iuris Canonici; Corpus Iuris Civilis; Urkunden; Bibel; Predigten; Gebete; Hymnen; Psalmenkommentare; Notenblätter (Missale); Wörterbücher.

2 lfm

13.-17. Jh.