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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Sammlungen

Abt. 417: Schleswig-Holsteiner-Bund

Geschichte

Der Schleswig-Holsteiner-Bund wurde 1919 von nationalistisch-konservativ gesinnten Personen als Reaktion auf die Grenz- und Volksabstimmungsregelungen des Versailler Vertrages gegründet. Hauptanliegen war seit 1920 die Revision der Grenze zu Dänemark. Nachdem von 38.000 Mitgliedern im Jahr 1920 die Zahl der Vereinsmitglieder 1932 auf 5000 gesunken war, begann mit der Wahl eines nationalsozialistischen Vorsitzenden Anfang 1933 die Gleichschaltung, die im Sommer 1933 durch den Zusammenschluss mit dem Verein für das Deutschtum im Ausland abgeschlossen war. Die vom Schleswig-Holsteiner-Bund herausgegebene Zeitschrift "Der Schleswig-Holsteiner" stellte sich in den folgenden Jahren bis 1944 in den Dienst nationalsozialistischer Propaganda.

Bestandsgeschichte

Der Bestand wurde 1950 vom Landesbeauftragten für den Landesteil Schleswig, Landesdirektor Jens Nydahl, an das Landesarchiv gegeben. Die Unterlagen stammen vermutlich aus dem Nachlass des Schriftstellers und Redakteurs Jakob Bödewadt (1883-1946), der Geschäftsführer des Schleswig-Holsteiner-Bundes gewesen war, und wurden zusammen mit dessen Bibliothek durch Jens Nydahl aufgekauft. Der eigentliche Nachlass von Jakob Bödewadt befindet sich in der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek.

Summarische Angaben zum Inhalt

Gründung; Satzung; Landesvorstand; Landesbeirat; Landesversammlungen; Landschaftsbezirke; Schleswig-Holstein-Tage; Grenzlandkundgebung; Minderheiten-Schulverhältnisse; Reichsreform; Zusammenschluss mit dem VDA.

Umfang 3 lfm | Laufzeit (1910) 1918-1936