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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Sammlungen

Abt. 430: Zahlungsmittel (Münzen, Geldscheine)

Geschichte

Die Rüstungskosten des Ersten Weltkriegs und die Reparationen, die die Siegermächte infolge des Versailler Vertrages vom Deutschen Reich forderten, hatten zum inflationären Verfall der einheitlichen Reichswährung geführt. Als Reaktion darauf hatte die Regierung über die Notenbanken immer mehr Geldscheine in Umlauf bringen lassen und so die Inflation angeheizt. Die Kommunen, also Städte und Gemeinden, reagierten bereits ab dem Ende des Ersten Weltkriegs auf den Verfall der Reichswährung durch die Ausgabe eigener Notgeldscheine. Auch Kreditinstitute und die Post beteiligten sich an der Emittierung von Notgeld in Form von Schecks und Platzanweisungen. Die Gültigkeit des Notgeldes war deswegen zumeist regional und zeitlich begrenzt. Auf diesem Weg waren Ende November 1923 über 700 Notgeld-Trillionen im Umlauf.

Bestandsgeschichte

Die Notgeldsammlung ist in den Jahren 1976 bis 2006 durch Ankäufe aus privater Hand in das Landesarchiv gelangt.

Summarische Angaben zum Inhalt

1000 Notgeldscheine einzelner Ortschaften in Schleswig-Holstein; Inflationsbanknoten der Weimarer Republik.

Umfang 0,5 lfm | Laufzeit 1920-1923