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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Nationalsozialismus und Besatzungszeit

Abt. 455: Staatspolizeistelle für den Regierungsbezirk Schleswig in Kiel

Geschichte

Im Zuge der Neuorganisation der Politischen Polizei in Preußen nach der Machtübernahme durch die NSDAP wurde im April 1933 in Berlin das Geheime Staatspolizeiamt (Gestapa) errichtet. Als dessen Hilfsorgane sollten Außenstellen in den einzelnen Regierungsbezirken dienen, die als Staatspolizeistellen bezeichnet wurden. Als Staatspolizeistelle im Regierungsbezirk Schleswig fungierte zunächst die für politische Straftaten zuständige Abteilung der staatlichen Polizeiverwaltung in Kiel. Bereits im August 1933 wurden die Zuständigkeiten der Staatspolizeistelle jedoch an die staatliche Polizeiverwaltung in Altona übertragen. Im Februar 1935 erfolgte die Rückverlegung nach Kiel, wo nun eine selbstständige Staatspolizeistelle errichtet wurde, die dem Berliner Geheimen Staatspolizeiamt direkt unterstellt war.

Bestandsgeschichte

Die vorliegenden Unterlagen sind zwischen 1968 und 1988 vom Bundesarchiv abgegeben worden. Das Bundesarchiv selbst hatte sie im Zusammenhang mit umfangreicheren Aktenrückgaben der Besatzungsmächte aus amerikanischer Hand erhalten. Es sind nur wenige, bruchstückhafte Akten und Schriftstücke überliefert.

Summarische Angaben zum Inhalt

Organisation und Personal; Werkschutz in Rüstungsbetrieben; Ausländische Arbeiter; Staatspolizeinebenstelle Oldenburg in Holstein; Einzelne Ermittlungsvorgänge.

Umfang 1 lfm | Laufzeit 1930-1945 (-1948)

Hinweis auf andere Bestände

Politische Lageberichte der Staatspolizeistelle Kiel an den Reichs- und Preußischen Innenminister für die Monate Februar, März, Mai, September und Oktober 1935 sowie Januar und Februar 1936 befinden sich in Abt. 410 Nr. 290.