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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Reichs- und Bundesbehörden seit 1871

Abt. 548: Wasser- und Schifffahrtsämter

Geschichte

Die Wasser- und Schifffahrtsämter sind Teil der Organisationsstruktur der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Sie sind als Unterinstanz Ortsbehörden und seit 2013 der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt nachgeordnet. Hervorgegangen sind sie aus den 1884 gebildeten königlich-preußischen Wasserbauinspektionen und wurden 1910 in Wasserbauämter, 1939 in Wasserstraßenämter und schließlich 1949 in Wasser- und Schifffahrtsämter umbenannt. Sie sind unter anderem zuständig für den bundeseigenen Nord-Ostsee-Kanal einschließlich seiner Bauwerke, die wasserbauliche Unterhaltung der im Einflussbereich liegenden Flüsse, den Betrieb der Seezeichen in den Küstengewässern, für die strom- und schifffahrtspolizeilichen Aufgaben in diesen Gewässern sowie für die Verwaltung und die Erhaltung der Bundeswasserstraßen mit ihren Anlagen.

zu den Unterabteilungen
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Abt. 548.1: Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel

Nach Auflösung der für den Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals zuständigen Kaiserlichen Kanalkommission wurde am 21. Juni 1895 unter anderem die Wasserbauinspektion Brunsbüttel gegründet, die die Verwaltung des westlichen Kanalabschnitts zwischen Brunsbüttel und Rendsburg wahrnahm. Zwischenzeitlich in Wasserstraßenamt und Preußisches Wasserbauamt umbenannt, wurde 1949 das Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel eingerichtet.

Unterhaltung der Schleusen und Schöpfwerke; Uferschutzmaßnahmen; Stromversorgung; Betriebsberichte.

60 lfm

1895-1964


Abt. 548.2: Wasser- und Schifffahrtsamt Glückstadt

Das Amt wurde als Aufsichtsbezirk Glückstadt aus dem Wasser- und Schifffahrtsamt ausgegliedert. Ihm oblag die Aufsicht über die schiffbaren Gewässer der Elbe von Wedel bis Brunsbüttel, der Stör, der Krückau und der Pinnau.

Haushaltssachen; Personalakten; Grundstücksverkehr; Dienstwohnungen; Fährsachen; Hafensachen; Wasserstandsbeobachtungen.

40 lfm

1872-1950


Abt. 548.3: Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau

Hervorgegangen aus der 1895 aufgelösten Kaiserlichen Kanalkommission, wurde 1921 aus der Wasserbauinspektion das Wasserstraßenamt Kiel-Holtenau. Durch eine Verwaltungsreform 1950 wurde es in Wasserbauamt Kiel-Holtenau, später in Wasser- und Schifffahrtsamt umbenannt. Das ihm angeschlossene Kanalamt Holtenau wurde 1978 aufgelöst. Bis dahin war es als Verkehrsamt zuständig für den gesamten Kanalbereich in Sachen Lenkung und Verkehrsbeaufsichtigung. Bau und Unterhaltung für die östliche Kanalstrecke lag in der Verantwortung des Wasserbauamtes bzw. des Wasser- und Schifffahrtsamtes.

Allgemeine Verwaltung; Personalakten; Verpachtungen; Dienstwohnungen; Schifffahrtsstatistik; Instandsetzungen; Grundstücksverkehr; Gewässereinleitungen; Unterhaltung von Schleusen und Hochbrücken.

92 lfm

1892-1973


Abt. 548.4: Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg

Nach der Eingliederung des Herzogtums Lauenburg in das Königreich Preußen 1876 und der Bildung des Landkreises Herzogtum Lauenburg am 1. Juli 1876 wurde der lauenburgische Abschnitt der Elbe der Strombauverwaltung beim preußischen Oberpräsidenten der Provinz Sachsen zugewiesen. Am 1. Oktober 1878 wurde dann die am 1. April 1871 eingerichtete Wasserbauinspektion Lüneburg II aufgelöst, nach Lauenburg verlegt und mit der dort bestehenden Inspektion zusammengelegt. Die Wasserbauinspektion Hitzacker, zuständig für den hannoverschen Abschnitt der Elbe, wurde am 13. April 1868 der Elbstrombauverwaltung in Magdeburg zugewiesen. Mit der Verlegung der Wasserbauinspektion Lüneburg II nach Lauenburg und der Zusammenlegung beider Ämter erhielt die Wasserbauinspektion Lauenburg am 1. Oktober 1878 provinz- und stromübergreifende Zuständigkeiten. 1978 wurde das Wasser- und Schifffahrtsamt Hitzacker aufgelöst; die Aufgaben übernahm zum großen Teil das Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg. Für das Amt in Lauenburg galten nacheinander folgende Bezeichnungen: 1878 Wasserbauinspektion, 1910 Königliches Wasserbauamt, 1919 Wasserbauamt, 1935 Preußisches Wasserbauamt, 1939 Wasserstraßenamt, 1949 Wasser- und Schifffahrtsamt.

Organisation; Personalangelegenheiten; Grundstücksverkehr; Flussregulierungsmaßnahmen; Fahrzeuge; Eisbrecherdienst; Hochwasserschutzmaßnahmen; Schleusen; Lösch- und Ladeplätze; Verpachtungen.

67 lfm

1858-1964


Abt. 548.5: Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck

Für die Wasserbauaufgaben einschließlich des Seezeichenwesens an der Ostseeküste waren zunächst die Wasserbauinspektionen Flensburg, Rendsburg und Plön, die Oldenburgische Verwaltung in Eutin sowie die Freie und Hansestadt Lübeck zuständig. 1921 wurden die Wasserbauinspektionen aufgelöst und durch das Wasserbauamt Kiel abgelöst. Die untere Trave wurde bis 1934 von der Freien und Hansestadt Lübeck durch die dortige Wasserbauverwaltung beaufsichtigt. Am 1. Juli 1934 wurde das Reichswasserstraßenamt Lübeck eingerichtet, das dann auch den Oldenburger Teil mitverwaltete. 1949 wurden das Wasserbauamt Kiel und das Reichswasserstraßenamt zum Wasser- und Schiffahrtsamt Lübeck zusammengelegt.

Allgemeine Verwaltung; Personalangelegenheiten; Haushaltssachen; Schleusenunterhaltung; Brückenaufsicht; Fahrzeuge; Geräte; Betonnung; Leuchtfeuer.

42 lfm

1892-2005


Abt. 548.7: Wasser- und Schifffahrtsamt Tönning

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Tönning ist hervorgegangen aus der am 1. Mai 1884 gegründeten Wasserbauinspektion. Zuständig war es für die Unterhaltung der Eider unterhalb der Hohner Fähre und der Außeneider einschließlich der Häfen Tönning und Friedrichstadt sowie für das Tonnen- und Bakenwesen auf den Seewasserstraßen vor Eiderstedt und Dithmarschen. Betreut wurden zunächst außerdem die Deiche und Vorländereien in den Kreisen Eiderstedt, Norder- und Süderdithmarschen und in der Landschaft Stapelholm einschließlich der kommunalen Häfen. Einige Zuständigkeiten wurden später mit dem Amt für Land- und Wasserwirtschaft in Husum ausgetauscht.

Allgemeine Verwaltung; Personalangelegenheiten; Personalakten; Grundstücksverkehr; Lotsenwesen; Häfen; Leuchtfeuer; Schleusenunterhaltung; Seezeichen und Tonnenwesen; Fahrzeuge.

71 lfm

1870-1984


Abt. 548.6: Wasserstraßen-Maschinenamt und Neubauamt Rendsburg

1895 wurde in Rendsburg die Maschinenbauinspektion Rendsburg mit der Staatswerft Saatsee eingerichtet, die für die Reparaturen bzw. Neubauten der staatseigenen und für die Kanalunterhaltung notwendigen Maschinen und Fahrzeuge zuständig war. 1921 wurde es in Wasserstraßenmaschinenamt Rendsburg umbenannt.

Allgemeine Verwaltung; Personalangelegenheiten; Haushaltssachen; Werftunterhaltung; Schiffsneubauten; Fahrzeuge.

39 lfm

1893-1986