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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Reichs- und Bundesbehörden seit 1871

Abt. 560: Bundespolizeipräsidium Nord

Geschichte

Am 15.2.1951 wurde der Bundesgrenzschutz per Gesetz gegründet. Er wurde dem Bundesinnenministerium unterstellt und sollte "gefährliche Störungen der öffentlichen Ordnung", die gegen die Sicherheit der Grenze gerichtet waren, verhindern. In Norddeutschland wurden das Grenzschutzkommando (GSK) See und das Grenzschutzkommando Nord gebildet. 1954 entstand das Grenzschutzkommando Küste. Mit dem 2. Gesetz zum Bundesgrenzschutz aus dem Jahr 1956 wurde der Aufbau der Bundeswehr vorbereitet. Mehr als die Hälfte des Stammpersonals wechselte zur neu gegründeten Bundeswehr. Seit 1964 haben das Grenzschutzkommando Küste und das Grenzschutzkommando Nord ihren Dienstsitz in Bad Bramstedt. Am 1.4.1992 kam es zur Auflösung der Grenzschutzkommandos Küste und Nord; an deren Stelle trat das Grenzschutzpräsidium Nord. Zu dessen Schwerpunktaufgaben gehören in den Bereichen der Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein die Sicherung der anliegenden Grenzen, Aufgaben der Bahnpolizei, Sicherung des Luftverkehrs, Aufgaben auf Nord- und Ostsee und Unterstützung der Länderpolizeien. Am 1.6.2005 wurde der Bundesgrenzschutz seiner neu definierten Aufgaben gemäß in Bundespolizei umbenannt.

Bestandsgeschichte

In den Bestand integriert wurden Akten der Grenzkommission, die auf der Basis des Grundlagenvertrages von 1972 aus Beauftragten beider deutscher Regierungen gebildet wurde und für die Überprüfung und Ergänzung von Grenzmarkierungen sowie die Erstellung einer Grenzdokumentation zuständig war.

Summarische Angaben zum Inhalt

Grenzverlauf; Grenzanlagen; Fotos und Luftbildaufnahmen; Grenzzwischenfälle; Flüchtlingsangelegenheiten.

Umfang 12 lfm | Laufzeit 1951-1993