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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Reichs- und Bundesbehörden seit 1871

Abt. 580: Landesarbeitsamt

Geschichte

Das Landesarbeitsamt entstand durch das Gesetz über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung vom 16. Juli 1927 als "Landesarbeitsamt Nordmark" mit Sitz in Hamburg. In seinem Zuständigkeitsbereich lagen Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg, die Kreise Stade und Cuxhaven, das Land Hadeln und ab Februar 1943 auch Helgoland. Im Jahre 1939 wurden die Landesarbeitsämter als unmittelbare Reichsbehörden dem "Reichsarbeitsministerium" unterstellt. Durch Verordnung vom 19. Mai 1943 wurde aus dem Bezirk des "Landesarbeitsamtes Nordmark" das neu geschaffene "Landesarbeitsamt Schleswig-Holstein und der Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Schleswig-Holstein" mit Sitz in Kiel ausgegliedert und zum 1. November 1943 in ein "Gauarbeitsamt" umgewandelt. Von Juni 1945 bis September 1948 unterstand das Landesarbeitsamt unter der Bezeichnung "Landesarbeitsamt Schleswig-Holstein" dem in Lemgo angesiedelten "Zentralamt für Arbeit in der britischen Zone", danach bis zum Jahr 1952 der "Verwaltung für Arbeit des vereinigten Wirtschaftsgebietes" mit Sitz in Frankfurt. Der am 10. März 1952 neu errichteten "Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung" wurde auch das "Landesarbeitsamt Schleswig-Holstein" unterstellt. Ab dem 1. Oktober 1964 erweiterte sich die Zuständigkeit des Landesarbeitsamtes zum "Landesarbeitsamt Schleswig-Holstein-Hamburg". Eine erneute Erweiterung seines Bezirks erfuhr das Landesarbeitsamt ab 11. März 1992 mit der Zuständigkeit für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern; die neue Behördenbezeichnung lautete nun "Landesarbeitsamt Nord". Eine grundlegende Umstrukturierung der Arbeitsverwaltung erfolgte zum 1. Januar 2004 mit der Umwandlung der Arbeitsverwaltung in Agenturen für Arbeit.

Bestandsgeschichte

Die Überlieferung des Landesarbeitsamts im Landesarchiv beginnt, von wenigen Ausnahmen abgesehen, erst für die Zeit nach 1945. Der größere Teil der Unterlagen gelangte mit den ab Ende der 1980er-Jahre einsetzenden regelmäßigen Aktenabgaben ins Archiv.

Summarische Angaben zum Inhalt

Innerer Dienstbetrieb; Geschäftsverteilungspläne; Geschäftsberichte; Ausschussprotokolle, dabei Wertschaffende Arbeitslosenhilfe (WAH); Direktorentagungen; Liegenschaftsverwaltung; Personalangelegenheiten; Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen; Ämterprüfungen; Statistik und Arbeitsmarktberichterstattung; Arbeitsvermittlung; Arbeits- und Berufsförderung; Wirtschaftsförderung; Wohnungsbauförderung; Berufsberatung; Psychologischer und Ärztlicher Dienst; Leistungsgewährung; Akten über einzelne Maßnahmen.

Umfang 129 lfm | Laufzeit 1919-1996

Hinweis auf andere Bestände

Die Akten der Arbeitsämter finden sich in Abt. 581.