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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Schleswig-Holstein insgesamt bis 1867

Abt. 73: Eisenbahnkommission zu Kopenhagen

Geschichte

Drei Tage nach Eröffnung der ersten öffentlichen Eisenbahn in Deutschland wandte sich auch der dänische König dem neuen Verkehrsmittel zu. Er rief am 10. Dezember 1835 eine Kommission ins Leben, die in Holstein eine Bahnverbindung zwischen Nord- und Ostsee herbeiführen sollte, die spätere Bahnstrecke Altona-Kiel. 1840 wurde die Tätigkeit der Eisenbahnkommission auf die gesamten Herzogtümer Schleswig und Holstein erweitert und 1844 auch auf Dänemark und Lauenburg ausgedehnt. Die Revolutionsereignisse des Jahres 1848 brachten die Aktivitäten der zu jener Zeit aus sieben Mitgliedern bestehenden Kommission zum Erliegen. Am 24. November 1848 wurde sie endgültig aufgehoben.

Bestandsgeschichte

Nach 1848 gingen die Akten der Eisenbahnkommission an die Deutsche Kanzlei in Kopenhagen und ab 1852 an das neu errichtete Ministerium für Holstein. Von der preußischen Regierung wurden sie 1905 an das Staatsarchiv Schleswig abgegeben.

Summarische Angaben zum Inhalt

Generalakten der Verwaltung; Spezialakten zu einzelnen Bahnstrecken und nicht ausgeführten Bahnprojekten; Entschädigung von Eigentümern im Zuge des Eisenbahnbaus Altona-Kiel.

Umfang 6 lfm | Laufzeit 1835-1848 (-1860)

Hinweis auf andere Bestände

Unterlagen der Eisenbahnkommission befinden sich auch als Vorakten in den Beständen Abt. 65.2 (Deutsche Kanzlei zu Kopenhagen ab 1730) und Abt. 80 (Ministerium für die Herzogtümer Holstein und Lauenburg zu Kopenhagen).