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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Landesverwaltung seit 1946

Abt. 811: Kultusministerium

Geschichte

Das Kultusministerium entstand nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bildung des neuen Bundeslandes Schleswig-Holstein. Aus dem Amt für Volksbildung der 1945 eingerichteten Landesverwaltung wurde 1946 das Ministerium für Volksbildung, das 1951 die Bezeichnung Kultusministerium erhielt. Die Zuständigkeiten des Ministeriums erstreckten sich auf das gesamte Schulwesen, auf Hochschulen und Wissenschaft, auf Kultur- und Kirchenangelegenheiten, auf die Erwachsenenbildung, die Jugend und den Sport. In dieser Struktur blieb das Ministerium bis 1993 im Wesentlichen unverändert, wurde allerdings zweimal umbenannt: 1988 in Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, 1992 nach Abgang des Jugendressorts zum Sozialministerium in Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Sport. 1993 wurde das Ministerium dann geteilt: Das gesamte Schulwesen, die Erwachsenenbildung und der Sport wurden zusammen mit dem Frauenressort in einem Ministerium für Frauen, Bildung, Weiterbildung und Sport zusammengefasst, während die übrigen Sachgebiete in einem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur verblieben. Drei Jahre später kam es wieder zur Vereinigung der klassischen Kultusressorts in einem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur; einzig der Sport wurde damals an das Innenministerium abgegeben. Diese Regelung hatte bis 2005 Bestand, als das Ministerium abermals aufgeteilt wurde. Die Abteilung Wissenschaft und Hochschulen wechselte nun zum Wirtschaftsministerium und die Kulturpflege zur Staatskanzlei, während das Schulwesen wieder mit dem Frauenressort zu einem Ministerium für Bildung und Frauen zusammengefasst wurde. Die Aufgaben der oberen Schulaufsicht waren 1971 aus dem Ministerium herausgelöst und einem neu eingerichteten Landesschulamt übertragen worden. Beim Ministerium verblieb damals die oberste Schulaufsicht. Dieses Landesschulamt wurde bereits 1979 wieder aufgelöst, und die obere Schulaufsicht wird seitdem allein vom Ministerium wahrgenommen.

Bestandsgeschichte

Bei zwei Bränden im Kultusministerium zwischen 1974 und 1975 sind erhebliche Teile der Registratur verloren gegangen, vor allem aus der Allgemeinen Abteilung sowie aus dem Gymnasialbereich und der Kulturpflege. Die Akten des Landesschulamtes, das nur acht Jahre Bestand hatte, sind nach dessen Auflösung größtenteils im Ministerium weitergeführt und daher auch im Archivbestand des Ministeriums belassen worden. In der Abteilung Berufsbildende Schulen sowie bei den Personalakten befinden sich zahlreiche im Ministerium fortgeführte Akten des Regierungspräsidenten zu Schleswig.

Summarische Angaben zum Inhalt

Kultusministerkonferenz; Personalwesen; Allgemeine schulrechtliche Angelegenheiten; Schulbauten; Volks- und Mittelschulen; Grund-, Haupt-, Sonder- und Realschulen; Höhere Schulen; Gesamtschulen; Berufsbildende Schulen; Ingenieur-, Bau- und Seefahrtschulen; Hochschulangelegenheiten; Wissenschafts- und Forschungsförderung; Universitäten Kiel und Lübeck; Wissenschaftliche Institute; Pädagogische Lehrgänge und Hochschulen; Musikhochschule Lübeck; Fachhochschulen; Kunst-, Kultur- und Denkmalpflege; Museen, Bibliotheken und Archive; Musik-, Film- und Theaterförderung; Jugendrecht, Jugendschutz und Jugendwohlfahrt; Jugendheime; Vorschulische Erziehung; Sport; Erwachsenenbildung und Volkshochschulen.

Umfang 992 lfm | Laufzeit 1945-2006