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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Landesverwaltung seit 1946

Abt. 826: Pädagogische Hochschulen

Geschichte

Die beiden pädagogischen Hochschulen Schleswig-Holsteins wurden 1946 auf Veranlassung der Britischen Militärregierung zur Ausbildung von Volksschullehrern in Flensburg und Kiel eröffnet. Erste Schritte zur Umwandlung in wissenschaftliche Hochschulen erfolgten ab 1957 mit der Einführung der Rektoratsverfassung und 1962 durch Verlängerung des Studiums auf sechs Semester. 1967 wurden beide Einrichtungen als eigenständige wissenschaftliche Hochschulen per Gesetz anerkannt. 1973 erhielten sie durch das Landeshochschulgesetz auch das Promotionsrecht.

Abt. 826.1: Pädagogische Hochschule (PH) Flensburg

Am 21. März 1946 wurde die PH Flensburg in einem ehemaligen Gebäude der Marineakademie Mürwik eröffnet. 1959 zog sie in einen Neubau an der Mürwiker Straße und Ende der Siebzigerjahre auf das Hochschulgelände Sandberg. Nachdem die Studienanfängerzahlen sanken, reagierte die Hochschule darauf Mitte 1978 mit der Einrichtung eines erziehungswissenschaftlichen Diplomstudienganges und 1984/85 mit der Einführung von Ergänzungsstudiengängen. Die PH wurde 1994 in "Bildungswissenschaftliche Hochschule (Universität) Flensburg" umbenannt, nachdem die Studienplätze im Landeshochschulplan verdoppelt und die Verlagerung von Fächern von der PH Kiel nach Flensburg angekündigt worden waren. Hinzu treten sollten Studienangebote außerhalb der Lehramtsausbildung. 1997 entschied die Landesregierung, dass die Ausbildung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen in Flensburg konzentriert werden sollte. Gleichzeitig sollte dort auch ein neuer Studiengang für Lehrkräfte an beruflichen Schulen eingerichtet werden. Daneben wurde der Ausbau des wirtschafts- und kulturpolitischen Bereichs vorangetrieben. Seit 2000 trägt die Hochschule die Bezeichnung Universität Flensburg als Folge der Verwissenschaftlichung und Verbreiterung des Lehr- und Forschungsspektrums.

Rektorat, Senat, Konvent und Ausschüsse. - Personalangelegenheiten; Haushaltssachen; Bauangelegenheiten. - Rechtsnormen und Prüfungsordnungen; Lehre und Studium; Forschungsangelegenheiten; Promotionen; Auslandsangelegenheiten.

33 lfm

1946-1993


Abt. 826.2: Pädagogische Hochschule (PH) Kiel

Bereits 1781 ist in Kiel eine Lehrerbildungsanstalt gegründet worden. Nach deren Schließung im Jahr 1823 wurde erst wieder 1911 ein preußisches Lehrerseminar in der Stadt eröffnet. Nach verschiedenen Reformbemühungen führte der Preußische Kulturminister schließlich 1926 im Rahmen eines erneuerten Bildungskonzepts die Institution der sogenannten "Pädagogischen Akademien" ein, mit denen erstmalig Hochschulniveau angestrebt werden sollte. In Kiel wurde diese Einrichtung im Gebäude des ehemaligen Lehrerseminars in der Diesterwegstraße eröffnet. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 kam es zur Verreichlichung der Akademien und einheitlich zu deren Umbenennung in Hochschulen für Lehrerbildung. Mit Kriegsbeginn wurde das Hochschulgebäude in Kiel geräumt und als Marinelazarett vorgesehen und der Schulbetrieb eingestellt. Die 1946 eröffnete PH Kiel sollte an die Arbeit der früheren Pädagogischen Akademien anschließen. 1970 wurde der Neubau an der unteren Olshausenstraße bezogen. Nach fast fünfzigjährigem Bestehen als eigenständige Hochschule wurde die PH im Jahr 1994 als Erziehungswissenschaftliche Fakultät in die Christian-Albrechts-Universität eingegliedert. Die Fakultät wurde zum Wintersemester 2002/2003 aufgelöst und damit die Konzentration der Lehramtsausbildung für die Grund- und Hauptschulen am Standort Flensburg vollendet.

Rektorat, Senat, Konvent und Ausschüsse. - Personalangelegenheiten; Matrikel; Haushaltssachen; Bauangelegenheiten. - Rechtsnormen und Prüfungsordnungen; Lehre und Studium; Prüfungsakten; Forschungsangelegenheiten; Promotionen und Habilitationen; Auslandspartnerschaften; Tätigkeitsberichte; Presseangelegenheiten; Frauenförderung; Fördervereine.

69 lfm

1927-2003