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Landesarchiv Schleswig-Holstein
Beständeübersicht

Landesverwaltung seit 1946

Abt. 851: Landesjugendamt

Geschichte

Die staatlichen Aufgaben im Bereich der Jugendwohlfahrt wurden erstmals 1922 im Reichsjugendwohlfahrtsgesetz geregelt, das den preußischen Provinzialverbänden die Wahrnehmung der Jugendwohlfahrt übertrug. Hierzu gehörte insbesondere die Unterbringung von Fürsorgezöglingen. Mit der Gründung des Landes Schleswig-Holstein wurden die öffentliche Erziehungshilfe in Form der Fürsorgeerziehung, die Freiwillige Erziehungshilfe, das Adoptionswesen, die Förderung der außerschulischen Jugendbildung und der Jugendschutz von dem neu geschaffenen Landesjugendamt ausgeübt. Das Kinder- und Jugendhilfegesetz von 1991 führte zur Verlagerung der öffentlichen Erziehungshilfe vom Land auf die Kommunen. Das Landesjugendamt verlor 1993 seinen Status als Landesoberbehörde und wurde in das Ministerium für Arbeit, Soziales, Jugend und Gesundheit integriert. Von hier wechselte es im Jahr 2000 in das Ministerium für Justiz, Frauen, Jugend und Familie. Im Jahr 2005 wurde es in das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren eingegliedert.

Bestandsgeschichte

Die Überlieferung des Landesjugendamtes wurde zum überwiegenden Teil in den Jahren zwischen 1994 und 2009 ins Landesarchiv übernommen. Dabei waren auch in größerem Umfang Akten aus der Zeit vor 1945 erhalten.

Summarische Angaben zum Inhalt

Organisation und Verwaltung; Landesjugendwohlfahrtsausschuss; Zusammenarbeit mit anderen Jugendbehörden in Schleswig-Holstein und außerhalb Schleswig-Holsteins; Rechtsgrundlagen der Jugendarbeit; Suchaktionen; Außerschulische Jugendpflege und Bildung; Kinder und Familie; Erzieherausbildung und Erzieherfortbildung; Vormundschaftswesen; Adoptionswesen; Jugendfürsorge; Jugendhilfe; Einzelfallakten über Fürsorgeerziehungsmaßnahmen.

Umfang 125 lfm | Laufzeit 1925-1999

Hinweis auf andere Bestände

Die Überlieferung des 1951 neu errichteten Landesfürsorgeheims in Glückstadt, das in der dort bereits 1874 gegründeten Korrektionsanstalt untergebracht wurde, befindet sich in Abt. 372 (siehe Bestandsgruppe "Preußische Verwaltung"), die Überlieferung der übrigen nach 1946 errichteten schleswig-holsteinischen Landesfürsorgeheime in Abt. 852 (siehe Bestandsgruppe "Landesverwaltung seit 1946").